Wie ich meine erste Yuca überlebte!

Yuca - ManiokFalls jemand jetzt denkt, dass mir eine beliebte Zimmerpflanze auf den Kopf gefallen ist, der irrt. Die Rede ist von Cassava (Manihot esculenta), auch genannt Yuca, Mogo, Mandioca, Tapioca und Kamoting Kahoy. In Deutschland besser bekannt unter den Namen Maniok. Die Yuca ist die Wurzel der Maniok Pflanze (Manihot esculenta). Diese Pflanze wird alljährlich aus dem Boden gerupft, die Wurzeln entnommen und Setzlinge der alten Pflanze werden wieder in die Erde gesetzt, bis zum nächsten Jahr. Sie kommt eigentlich in jeder Regenwald Dokumentation vor, gerade wenn es um “wilde” Stämme geht, die sich vermeintlich nur von Yuca ernähren. Das Besondere an dieser Kartoffel ähnlichen Knolle ist, ihre Tödlichkeit, wenn roh verzehrt. Maniok enthält cyanogenes Glycosid, dass sich bei rohem Verzehr in Zyankali verwandelt und wie James Bond 007 Fans wissen, dieses ist nicht gesundheitsfördernd.
Unser erstes Gericht in Peru war natürlich Cebiche, roher Fisch, Shrimps, Muscheln und Tintenfisch mit einem Haufen roter Zwiebeln gemischt und alles in Limone getränkt. Sehr lecker. Das Nationalgericht in Piura. Dazu bestellten wir Camote (Süsskartoffel) und Yuca, alles lecker fritiert. Ja, klar, aus den Dokumentarfilmen wird aus Maniok immer Mehl gemacht, alles sehr geheimnisvoll und aufwendig. In Peru und in Südamerika allgemein, gibt es unzählige Gerichte mit Maniok, aber eines der beliebtesten, ist auch das einfachste: fritierte Yuca Viertel. Leeeeeckkkkkkkerrrrrrr!
Yuca fritasUnd Yuca fritas wollte ich machen. Leider sind die Yucas im Geschäft nicht so frisch, wie ich es mir gewünscht hätte. Beim schälen entdeckte ich holzige Fasern und silberne Streifen. Hmm, was tun? Leider gab es keinen Yuca Spezialisten in der Nähe, ausser das alles wissende Internet. Dort wurde ich aber nicht fündig und entschied mich dafür, die Wurzel in kleine Viertel zu schneiden und weich zu kochen. Das ist auch einer der Tricks, das Gift aus der Knolle zu bekommen. Kochen bis das Stück so weich ist, das es von der Gabel rutscht. Allerdings habe ich das erst nach dem anschließenden fritieren gelesen und unsere Stücke waren merkwürdiger Weise noch etwas hart. Wir entschieden uns dafür daran zu glauben, dass die Ursache dafür, die bei manchen Stücken vorhandene holzige Faser war. Im Internet las ich außerdem, dass das Gift nach 30 – 60 Minuten wirken soll. Naja, etwas Zyankali ist gut gegen Malaria, scherzten wir, aber komisch war es schon. Und als wir nach einer Stunde alle noch lebten, aßen wir auch die restlichen Teile. So weiß ich nun, worauf ich bei einer Yuca achten muss und bestelle sie mir demnächst wieder im Restaurant! 😀
Nein, Scherz beiseite, ich werde ein anderes hier sehr beliebtes Gericht ausprobieren: Majado de Yuca

PS: Und falls jemand Interesse hat zu lesen, was es so in Mexico bzw. Mexico City so zu essen gibt… hier ist eine Artikel darüber:
Güeras in Mexico – Strassenstände

 

 

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Mehr von Joyce


Meine ersten Blogerfahrungen machte ich mit den Güeras in Mexico WordPress Blog. Reisen und schreiben darüber erleuchtet mein Leben und schon war der Reiseblog jk-unterwegs.com geboren.

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