Auf der Löcknitz (Spree)

Richtung PeetzseeEs gibt unendlich viele Möglichkeiten des Wanderns. Eine davon befindet sich auf dem Wasser.
Diesen Sommer war es endlich soweit. Schon vor vielen Jahren in den Genuss gekommen, erinnere ich mich gut und gern daran, wie fein es ist, über das Wasser, durch die Natur zu gleiten, Wasservögel zu beobachten und dem leisen Plätschern beim Einsetzen der Paddel zu lauschen. Ja, wir wählten ein Paddelboot, auch Faltboot genannt. Das heißt so, da man es jederzeit zusammenpacken und es dadurch auch mit dem Auto, Zug oder zu Fuß über Land transportieren kann.

FaltbootUnser Paddelboot ist aber schon aufgebaut und liegt in Grünheide ( http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnheide_(Mark) )am Peetzsee (http://de.wikipedia.org/wiki/Peetzsee ) Wir brauchen es also nur zu nehmen und können in den See stechen. Ein wunderbares Gefühl macht sich breit, aus eigener Muskelkraft nun einfach loszupaddeln. Die Sonne scheint, kein Wind weht. Das Leben ist schön.
BootshausVon unserem Bootshaus geht es etwas über den Peetzsee, um dann durch einen kleinen Kanal zum Werlsee zu gelangen.
Hier steuern wir als erstes die Insel (Lindwall bzw. heute auch Liebesinsel benannt) an und stürzen uns in das kühle klare Wasser.
Auf der Insel soll mal ein Jagdschloss gewesen sein. Finden kann man davon nichts mehr. Ein paar Reste des ehemaligen Campingplatzes und einige schöne dicke alte Bäume haben wir hier entdeckt. Irgendwie mag ich die Insel sehr.
Nach dem ausgiebigen Baden wollen wir weiter. Die Einfahrt zur Neuen Löcknitz ist nicht zu verfehlen. Hier ist auch eine recht große Bootswerft und nicht weit dahinter lädt ein Restaurantgarten zum Pausieren und Verweilen. Wir aber paddeln einfach weiter und genießen den Anblick der vorbei schwimmenden Schwanen-Familie mit Mutter, Vater und vier Kindern. Am Ufer gibt es zauberhafte Gärtchen und Häuschen zu bestaunen. Irgendwann, inzwischen begleitet uns am Ufer fast nur noch Wald und keine Ansiedlungen, erreichen wir den Wupatzsee. Durch eine kleine Einfahrt auf der rechten Seite unter der kleinen Holzbrücke durch, geht es auf den mit vielen Seerosen bewachsenen See. Einfach nur schauen, ruhen und genießen heißt unsere Devise.
Richtung ErknerDie alte LöcknitzEtwas hinter dem See, auf der Fahrt in Richtung Erkner biegen wir nun links in einen eher wenig befahrenen Löcknitzarm. Wieder gibt es nur Natur pur.
Leider steigt aber der Geräuschpegel der Autobahn. Jedoch Augen und Gemüt werden einfach verwöhnt. Hinter der Froschbrücke biegen wir abenteuerlustig in die Alte Löcknitz. Dieser Zweig ist sehr eng und da wir ein Stoffboot haben (ja das Faltboot ist kein Holz oder Plastik), sind wir sehr achtsam und vorsichtig. Es ist flach und umgestürzte Bäume versperren etwas den Weg. Langsam schleichen wir diesen wildromantischen Wasserweg entlang. Irgendwann erreichen wir eine Stelle, die breit genug zum Wenden ist und gleiten auf dem gleichen Weg zurück.
Ich liebe es sehr, einfach nur wir Beide, das Boot und die Natur.
KarenNativesDieses leise gleitende Vorwärtsbewegen beruhigt meine durch LebenundmoderneZeiten gestressten Nerven. Entspannung pur ist das für mich. Langsam machen wir uns auf den Rückweg über die Alte Löcknitz, den Seitenarm zur Neuen Löcknitz, Werlsee (nochmal Baden an der Insel) zum Bootshaus am Peetzsee.
Das Boot wird aus dem Wasser geholt, etwas trocken gerieben und erwartet uns ab jetzt, zu unserem nächsten Paddelausflug.

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Ich liebe das Reisen in realen und virtuellen Welten. Von meinen Erlebnissen möchte ich hier erzählen.

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