Waschen

Auf all unseren Reisen, mal die ganz Kurzen ausgenommen, stellte sich früher oder später uns die Frage: Wie bekommen wir unsere Schmutzwäsche wieder sauber? Das ist gar nicht so einfach, denn nicht überall findet man Waschsalons oder Ähnliches. Natürlich ist es jedem freigestellt, die Klamotten so lange zu tragen, bis sie von alleine zur Waschmaschine, Trog bzw. Fluss laufen, oder die Dreckwäsche wegzuwerfen und neuzukaufen. Für uns waren das keine befolgbaren Optionen und so stellten wir uns immer wieder mutig die Frage und suchten nach Antworten.

der Ort

Der Ort

In Kalifornien und Arizona (ehemaliges Mexiko und heutige USA) waren wir als Camper mit Zelt unterwegs. Wurde der Toleranzlevel überschritten, bauten wir unser Zelt in einem der teueren Campingplätze (meistens ein KOA) auf und benutzten den dortigen Waschsalon. Allerdings war das auch nicht immer eine Lösung. Am Grand Canyon Mather Campground zum Beispiel war es sehr schwer eine freie Waschmaschine zu bekommen, da wir offenbar nicht die einzigen “Wäschewaschgewillten” waren.

In Mexiko, speziell in D.F. (Mexiko Stadt), gab es keine Waschsalons mit Waschmaschinen zum Selbstbedienen, sondern man gab seine Wäsche ab und bekam sie dann nach Termin sauber (!) wieder. Aber in Mexiko, so dachten wir, stellt sich das Problem für uns gar nicht, da wir ja privat wohnten und eine Waschmaschine vorhanden war. Es stellte sich heraus, dass es eine uralte us-amerikanische Maschine aus den 60ern  war, die nur nach gut zureden mal wusch und mal nicht. Manchmal kam die Wäsche schmutziger heraus als wie sie hineingekommen war und der ganze Vorgang wiederholte sich. Hin und wieder machte sie auch Fiesta zwischen den Waschzyklen und wollte sogar nicht schleudern. Naja, wir wuschen nicht oft…

Waschsalon

Waschsalon

In Peru hingegen, haben wir so gar keine Ahnung, wie man die Wäsche wieder sauber bekommt, da wir dieses Mal mit unserer privaten Bleibe in diesem Punkt Glück hatten und eine funktionierende Waschmaschine vorfanden, die wir auch benutzen durften. Die einzige Bedingung: Es musste mit speziellem Waschmittel gewaschen werden. Kein parfümiertes Industriesch….. Kein Problem, im Gegenteil. Und die Wäsche wurde sauber. Yeah. Wir hätten sogar den Trockner benutzen dürfen, nur war uns das nicht ganz plausibel, wieso man in Piura (im Winter 28 Grad und im Sommer 35 Grad) einen Trockner bräuchte? Angeblich trocknete die Wäsche schlecht, da wir so nah an der Pazifikküste sind. Diese Beobachtung haben wir nicht gemacht. Aber jedem das seine bzw. jeder das ihre.

rund herum

rund herum

Zurück in Deutschland, verzichten wir bewusst auf die Anschaffung einer Waschmaschine, da wir ja eigentlich immer auf dem Sprung in andere Gegenden der Welt sind und bereiten uns sozusagen ein Happening jedes Mal, wenn wir in die Stadt (Berlin) zum Waschen fahren. Je nach Laune entscheiden wir uns entweder für den Waschsalon an der Revaler Str. und anschließendem Cortado im Störtebäcker Cafe (welches leider renoviert und dem jetzigen Publikum angepasst sprich: teuer und indifferent bis unfreundlich ist. Ich glaube es heißt jetzt auch anders…) oder in unserem alten Heimatkiez Kreuzberg / Tempelhof. Dort ist ein etwas teurer Waschsalon einer nicht näher erwähnten Kette, mit modernen schnellen Maschinen und nettem Ambiente. Natürlich haben wir auch hier ein Lieblingscafé, mit dem passenden Namen Luftbrücke. Der Vorteil dieser Location ist, dass wir uns dort spontan mit Freunden treffen können.

die Wahl

die Wahl

Viele fragen uns, warum wir diesen Stress auf uns nehmen und bieten uns, wir wissen es sehr zu schätzen, verneinen aber höfflichst, ihre Waschmaschine an. Wir sind gerne unterwegs. Das ist unsere Lebensphilosophie. Wir nutzen jede Gelegenheit und sind bemüht jede Gelegenheit dafür zu nutzen es uns schön und interessant zu gestalten. Was wir auf unseren Waschtripps schon alles erlebt haben, würde Bücher füllen (und bringt mich auf eine Idee…). Als ich noch meinen Beruf (ich bin Schauspielerin, also eher Berufung) ausgeübt habe, habe ich bei jedem Auftritt dafür gesorgt, dass z.B. der Stuhl nicht dort stand, wo er stehen sollte. Dies hat dann später für mehr Lebendigkeit auf der Bühne gesorgt.

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Meine ersten Blogerfahrungen machte ich mit den Güeras in Mexico WordPress Blog. Reisen und schreiben darüber erleuchtet mein Leben und schon war der Reiseblog jk-unterwegs.com geboren.

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